Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW (KAoA)

Worum geht es bei "Kein Abschluss ohne Anschluss"?

"Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW" heißt die Initiative in Nordrhein-Westfalen. Eine häufig benutzte Abkürzung lautet "KAoA". Daran nehmen alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse acht teil.

Im Rahmen dieser Landesinitiative möchte die Stadt Bochum allen jungen Menschen verbindliche und passgenaue Anschlüsse und Perspektiven beim Übergang von der Schule in den Beruf anbieten. Gemeinsam mit regionalen Partnerinnen und Partnern werden vorhandene Strukturen geprüft und bei Bedarf neue Angebote konzipiert. Alle Anstrengungen sollen die Jugendlichen auch dabei unterstützen herauszufinden, welche Stärken, Neigungen und Interessen vorhanden sind. Denn erst dann kann entschieden werden, welcher Berufsweg der Richtige ist. Deshalb erfolgt eine frühzeitige Beratung und Unterstützung bei der beruflichen Orientierung: durch Lehrkräfte, Erziehungsberechtigte und Fachpersonal – an verschiedenen Stellen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Berufliche Orientierung

Für alle Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I beginnt ab der achten Klasse die systematische, berufliche Orientierung. Hierbei werden schrittweise individuelle Stärken, Neigungen und Interessen ermittelt – unabhängig vom Geschlecht. Die Klassenlehrkraft an der Schule organisiert den Prozess der beruflichen Orientierung.

Für (schwer-)behinderte Jugendliche ist der Einstieg in die Erwerbstätigkeit oftmals besonders herausfordernd. Soll eine zusätzliche Unterstützung bei der beruflichen Orientierung erfolgen, gibt dieses Informationsblatt einen ersten Überblick zu den Förderschwerpunkten:

  • Geistige Entwicklung (GG),

  • Hören und Kommunikation (HK),

  • Körperliche und motorische Entwicklung (KME),

  • Sehen (SE) und

  • Sprache (SQ).

Für die Förderschwerpunkte Lernen (LE) und Emotionale und soziale Entwicklung (ESE) gilt dies nur, wenn zusätzlich ein festgestellter Grad der Behinderung von mindestens 50 vorliegt.

Weitere Informationen zum Angebot "STAR - Schule trifft Arbeitswelt" finden sich auf der Internetseite vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Übergänge gestalten

"Kein Abschluss ohne Anschluss" soll junge Menschen dabei unterstützen, ihren individuellen Übergang in einen Beruf zielgerichtet zu finden. Dabei sollen unnötige Schleifen vermieden werden. Gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren in Bochum hat die kommunale Koordinierungsstelle eine digitale Pinnwand erstellt: "Wege in den Beruf Bochum".

Die Übergänge werden in den Blick genommen für:

  • ausbildungsinteressierte junge Menschen

  • junge Menschen, die einen höherwertigen Schulabschluss erwerben wollen

  • Schülerinnen und Schüler, die ein Studium aufnehmen wollen

  • junge Menschen mit weiteren Bedarfen. Diese erhalten von der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Jugendamt Angebote, um sich auf einen Beruf vorzubereiten.

Ein gelungenes Beispiel bietet das Land NRW auf dem Portal karriere.nrw mit den vier Hauptkategorien:

  • Ausbildung beim Land

  • Studieren beim Land

  • Karriere nach dem Studium

  • Stellenmarkt.NRW

Duale Ausbildung

Eine Berufsausbildung im dualen System bedeutet, dass die Ausbildung abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ein höherwertiger Schulabschluss erzielt werden. Außerdem bietet auch die duale Ausbildung später ausgezeichnete Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder aufzusteigen.

Leider sind diese vielfältigen Chancen nicht allen Schülerinnen, Schülern und deren Eltern bekannt. Daher entwickeln auch die Partnerinnen und Partner in Bochum gemeinsam Strategien, um die Möglichkeiten der dualen Ausbildung bekannter zu machen. Jugendliche aus allen Schulformen sollten mindestens einen Blick in den Bereich "duale Ausbildung" geworfen haben. Ziel ist es dabei natürlich, Ausbildungsplätze zu besetzen, bei denen ein Fachkräftemangel erwartet wird.

Weitere Informationen finden sich an diesen Stellen:

Kommunale Koordinierung als gemeinsamer Prozess

Die Landesinitiative wird durch die Kommunen umgesetzt. Sie übernehmen damit eine wichtige Rolle und bündeln über die kommunalen Koordinierungsstellen die Aktivitäten vor Ort. Sie werden aus Landesmitteln und Mitteln aus den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Die kommunale Koordinierungsstelle soll

  • Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt nachhaltig und systematisch mitgestalten,

  • diese Übergänge kontinuierlich weiterentwickeln,

  • Doppelstrukturen vermeiden und

  • erforderliche Abstimmungsprozesse organisieren.

Gemeinsam entwickeln alle relevanten Akteurinnen und Akteure ein gemeinsames Verständnis, wie die individuellen Zuständigkeiten zusammenwirken. Dazu werden die Rollen der einzelnen Institutionen geklärt und Vereinbarungen getroffen. Danach werden Schnittstellen optimiert und weitere Entwicklungsprozesse angestoßen. Alle Beteiligten behalten ihre institutionellen rechtlichen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.

Strategisch begleitet die KAoA-Steuerungsgruppe die Landesinitiative KAoA für Bochum. Ihr gehören an:

Grundlage dafür sind die Vereinbarungen des Ausbildungskonsens NRW und der Instrumentenkatalog des Landes NRW

Außerdem unterstützen im Prozess der kommunalen Koordinierung:

sowie viele weitere Partnerinnen und Partner in den drei Bereichen:

  1. Berufliche Orientierung

  2. Übergänge gestalten

  3. Möglichkeiten der dualen Ausbildung transparenter machen

Kontaktinformationen

Adresse: Universitätsstraße 43 – 49, 44789 Bochum

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

An wen kann sich bei Fragen rund um den Prozess der beruflichen Orientierung gewendet werden?

In jeder weiterführenden Schule steht ab Klasse 8 eine Lehrkraft als Ansprechperson für KAoA zur Verfügung.

Welche Aufgaben übernimmt die Kommunale Koordinierungsstelle im Schulverwaltungsamt der Stadt Bochum im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA)?

Die Landesinitiative wird durch die Kommunen umgesetzt. Die Stadt Bochum übernimmt dabei eine zentrale Rolle und bündelt über die kommunale Koordinierungsstelle die Aktivitäten vor Ort.

Wo sind weitergehende Informationen zu Angeboten, Projekten und Veranstaltungen zu finden?

Auf der folgenden digitalen Pinnwand finden sich unter "KAoA Bochum" aktuelle Informationen zu Themen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“.

Wo gibt es weitergehende Informationen zu verschiedenen Wegen in einen Beruf?

Diese Informationen sind auf der digitalen Pinnwand zu finden – dort werden Möglichkeiten nach dem Schulbesuch dargestellt.

Zum Seitenanfang