BNE Zukunftslandschaften
Seit August 2023 gehört Bochum zu den ausgewählten Kommunen, die am Landesprogramm teilnehmen und mit ausgewählten Schulen eine „BNE Zukunftslandschaft“ bilden.
Im Rahmen des Programms werden alle projektbeteiligten Schulen von qualifizierten Prozessbegleiter*innen in der individuellen BNE-Schul- und Unterrichtsentwicklung begleitet. Ganz im Sinne des „Whole School Approach“-Ansatzes sollen sich die beteiligten Schulen als Lernorte weiterentwickeln, die den Nachhaltigkeitsgedanken als gesamte Institution leben und BNE nicht nur als Querschnittsthema im Unterricht verstehen. Die Lernorte der Zukunftslandschaft beziehen die gesamte Schulgemeinschaft in Entscheidungsprozesse ein und kooperieren u. a. mit externen Partner*innen sowie der kommunalen Verwaltung.
Langfristiges Ziel ist es, dass die Schulen in ihrer Rolle als Multiplikator*innen Erfahrungen und Wissen über „Good Practice“ mit anderen Schulen teilen, sodass sich die Zukunftslandschaften weiter ausweiten.
Das Regionale Bildungsbüro Bochum übernimmt die kommunale Koordinierung und initiiert damit zukunftsorientierte Schulentwicklungsprozesse. Hierbei werden Stakeholder, wie z. B. Stiftungen oder die Schulsozialarbeit, in die Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse eingebunden.
Das Projekt ist strategisch darauf ausgerichtet, einen Wandel durch eine „bottom-up“-Prozessentwicklung zu erzielen und insbesondere die Impulse der Schülerinnen und Schüler in die Veränderung des Schulsystems einfließen zu lassen.
Kontaktinformationen
Sonja Barsig
Sachbearbeiterin
E-Mail: SBarsig@bochum.de
Telefon: 0234 910 3166
Adresse: Universitätsstr. 43-49, 44789 Bochum
Ihr Weg zu uns:
Zu Google MapsHäufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz: BNE) in der Schule?
BNE in der Schule steht für ein ganzheitliches Bildungskonzept, das alle Menschen einer Schulgemeinschaft (Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte etc.) einbindet und dazu befähigt, zukunftsgerichtetes und nachhaltiges Denken und Handeln im schulischen Alltag zu leben.
Warum ist BNE wichtig?
BNE fördert das Verständnis für globale Herausforderungen wie Klimawandel, Armut und soziale Ungerechtigkeit und unterstützt dabei, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Alle Menschen sind an der verantwortungsvollen Gestaltung einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Lebenswelt beteiligt.
Welche Kompetenzen vermittelt BNE?
BNE vermittelt eine zukunftsgerichtete Gestaltungskompetenz, die zu einer nachhaltigen Lebensweise in Eigenverantwortung befähigt. Dabei geht es sowohl um die Ausbildung als auch um das Einüben der Fähigkeit, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Umwelt zu verstehen, um verantwortungsvolle und nachhaltige Entscheidungen in Gegenwart und Zukunft treffen zu können.
Fähigkeiten wie systemisches Denken und kollaborative Entscheidungsfindung ermöglichen die gleichzeitige Berücksichtigung sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Zusammenhänge bei nachhaltigen Entscheidungen.
Was ist der Whole School Approach Ansatz (kurz: WSA)?
Auf Grundlage des „Whole School Approach“-Ansatzes werden Impulse für eine nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung gesetzt. WSA zielt darauf ab, Nachhaltigkeit in allen Bereichen des schulischen Lebens zu verankern und die gesamte Schulgemeinschaft aktiv in Entscheidungen und Entwicklungsprozesse einzubeziehen.
Es geht um die Entwicklung eines zukunftsgerichteten Lernraums „Schule“, der interaktive und partizipative Prozesse anstößt und für eine nachhaltigkeitsorientierte Lehr- und Lernkultur sensibilisiert.
Wie wird eine „BNE Zukunftslandschaft“ definiert?
Eine Zukunftslandschaft ist eine langfristig angelegte kommunale Verantwortungsgemeinschaft, die auf Vernetzung (gemeinsame Ziele, Werte, Vorhaben etc.) aufbaut und die Weiterentwicklung von Gestaltungskompetenzen im Sinne von BNE zum Ziel hat.
Wodurch zeichnen sich Schulen einer „BNE Zukunftslandschaft“ aus?
Schulen einer BNE Zukunftslandschaft gelten als innovative und zukunftsorientierte Lernorte. Durch interaktive, partizipative und transformative Prozesse sollen folgende Aspekte in den schulischen Alltag integriert werden:
BNE wird im Unterricht und in anderen Lernsettings umgesetzt.
Der Nachhaltigkeitsgedanke findet sich im Campus und in den Gebäuden wieder.
Netzwerke werden aktiv aufgebaut und weiterentwickelt.
Kooperationen mit externen Akteur*innen sind Teil des Schulalltags.
BNE-Entwicklungsprozesse werden durch Fortbildungen und die Etablierung neuer Organisationsstrukturen vorangetrieben.
Welche Bochumer Schulen bilden eine „BNE Zukunftslandschaft“?
Welche Kommunen beteiligen sich an dem Landesprogramm?
Bochum
Euskirchen
Beverungen
Solingen
Dortmund
Welche Bildungspartner*innen unterstützen das Programm?
zdi.NRW (Zukunft durch Innovation)
NUA (Natur- und Umweltschutz Akademie NRW)
BNE Agentur NRW
Schule der Zukunft